Verkauf mit Wohnrecht: Was Käufer wissen wollen
Wer in Cuxhaven (PLZ 27624) eine Immobilie mit eingetragenem Wohnrecht kauft, schaut genauer hin – und das ist richtig so. Ein Wohnrecht beeinflusst Nutzung, Finanzierung und Wiederverkauf. Ich begleite solche Transaktionen seit Jahren diskret und rechtssicher und richte meine Beratung konsequent an den Bedingungen unseres Küstenmarktes in Cuxhaven, Duhnen, Döse, Sahlenburg und dem Umland aus.

Mir ist wichtig, dass Käufer vom ersten Exposé bis zur Beurkundung nachvollziehen können, welche Rechte bestehen, welche Pflichten sich daraus ergeben und wie sich das auf den Preis auswirkt. Je klarer die Fakten, desto schneller entsteht Vertrauen und eine belastbare Entscheidungsgrundlage.
Was Käufer in Cuxhaven typischerweise fragen
- Art und Dauer: lebenslang oder befristet? Ganze Einheit oder einzelne Räume?
- Nießbrauch vs. Wohnrecht: Vermietung erlaubt (Nießbrauch) oder nur Eigennutzung (Wohnrecht)?
- Grundbuch & Vertrag: exakte Formulierung in Abt. II, Mitbenutzung von Garten, Gäste, Haustiere.
- Kosten: Wer zahlt Betriebskosten, wer größere Instandhaltungen und Sonderumlagen?
- Wert: Wie stark mindert das Wohnrecht den Preis im Vergleich zu einer freien Wohnung in Duhnen, Döse oder Sahlenburg?
- Finanzierung: Welche Banken beleihen, wie viel Eigenkapital ist nötig?
Diese Fragen beantworte ich frühzeitig und schriftlich. Ich stelle den relevanten Grundbuchauszug, die Bestellungsurkunde des Wohnrechts, Regelungen zur Mitbenutzung (z. B. Keller, Stellplatz, Garten) und eine transparente Kostenaufstellung bereit. So wissen Käufer genau, woran sie sind – und Verkäufer sehen, dass ihr Angebot professionell aufbereitet ist.
Wohnrecht vs. Nießbrauch in Kürze
Ein Wohnrecht gewährt einer Person das Recht, bestimmte Räume oder eine Wohnung selbst zu bewohnen. Es handelt sich nicht um ein Eigentumsrecht, sondern um ein höchstpersönliches Nutzungsrecht, das in der Regel nicht übertragbar und nicht vererblich ist. Eine Vermietung ist beim klassischen Wohnrecht meist ausgeschlossen; Gäste sind erlaubt, eine gewerbliche Nutzung typischerweise nicht.
Der Nießbrauch geht weiter: Der Berechtigte darf die Immobilie selbst nutzen oder vermieten und die Erträge behalten. Dafür trägt er oft mehr laufende Kosten. Für Käufer bedeutet das: Ein Nießbrauch beschränkt die eigene Nutzung stärker und beeinflusst die Beleihbarkeit häufig deutlicher als ein reines Wohnrecht.
In beiden Fällen ist die präzise Formulierung in Grundbuch und Vertrag entscheidend. Ich achte darauf, dass Klauseln zu Instandhaltung, Zutrittsrechten (z. B. für Modernisierungen), Mitbenutzung von Gemeinschaftsflächen sowie zu Haustieren, Besuchern und Zweitnutzung klar und ausgewogen sind.
Preisfindung und Finanzierung
Für eine faire Bewertung rechne ich den Kapitalwert des Wohnrechts. Grundlage sind statistische Restlebensdauer (alters- und geschlechtsabhängig), eine realistische lokale Vergleichsmiete, Bewirtschaftungskosten und ein marktüblicher Diskontierungszinssatz. Der ermittelte Kapitalwert wird vom Verkehrswert der freien Immobilie abgezogen. So wird nachvollziehbar, warum eine 3‑Zimmer‑Wohnung in Sahlenburg mit lebenslangem Wohnrecht deutlich günstiger ist als frei.
Praxisbeispiel: Für eine 80‑m²‑Wohnung mit marktüblicher Nettokaltmiete von 10,50–12,50 €/m² und einer Restlebensdauer von rund 10 Jahren ergibt sich – je nach Zinsannahme und Bewirtschaftungsansatz – ein deutlicher Kapitalwert. Zu hoch oder zu niedrig angesetzte Parameter führen schnell zu unplausiblen Ergebnissen. Ich arbeite deshalb mit aktuellen Marktdaten aus Cuxhaven, plausibilisiere mit real erzielbaren Mieten in der Mikrolage (z. B. Duhnen vs. Döse) und erläutere jede Stellschraube schriftlich, damit Käufer und Verkäufer die Herleitung verstehen.
Bei der Finanzierung helfen Institute, die mit Wohnrechten vertraut sind. Oft verlangen sie mehr Eigenkapital, weil die Verwertbarkeit eingeschränkt ist. Ich kenne die Anforderungen regionaler und überregionaler Banken aus der Praxis und bereite kreditrelevante Unterlagen so auf, dass der Prüfungsprozess zügig läuft.
Finanzierung: Praxis‑Tipps aus meinen Vermittlungen
- Realistische Beleihung: Häufig 50–70 % des bereinigten Wertes (nach Abzug des Wohnrechts). Ich stimme die Erwartung an die Bankpraxis an.
- Belastbare Unterlagen: Kapitalwertberechnung, Grundbuch, Bestellungsurkunde, Teilungserklärung, WEG‑Protokolle, Nachweise zu laufenden Kosten.
- Sicherheit für die Bank: Klare Regelungen zu Zutritt und Instandhaltung erhöhen die Akzeptanz.
- Tilgung und Laufzeit: Ich empfehle eine Tilgung, die zum reduzierten Beleihungswert passt, damit die monatliche Rate planbar bleibt.
- Option Abfindung: Falls eine einvernehmliche Ablösung des Wohnrechts denkbar ist, dokumentiere ich den Mechanismus – das verbessert Verhandlungspositionen.
Rechtliche und praktische Besonderheiten
- Grundbuch Abt. II: Ich prüfe Reichweite, Umfang (Räume/Gebäude), Mitbenutzungsrechte und mögliche Rangverhältnisse zu Grundpfandrechten.
- Zutritt und Maßnahmen: Modernisierungen, Prüfungen (z. B. Heizung) und Besichtigungen sind planbar, wenn Ankündigungsfristen und Zumutbarkeit klar geregelt sind.
- Kostenverteilung: Üblich sind Schönheitsreparaturen beim Berechtigten, grundlegende Instandsetzungen beim Eigentümer. Sonderumlagen in WEG‑Objekten sollten ausdrücklich geregelt sein.
- Versicherung und Verkehrssicherung: Ich stimme mit Eigentümern die Verantwortlichkeiten ab (Gebäudeversicherung, Haftpflicht, Hausordnung).
- Gäste, Haustiere, Garten: Solche Punkte sind oft konfliktträchtig. Präzise Formulierungen beugen Streit vor und machen die Immobilie für Käufer attraktiver.
Dokumente, die ich für Käufer vorbereite
- Aktueller Grundbuchauszug mit Eintragung des Wohnrechts (Abt. II)
- Bestellungsurkunde/vertragliche Vereinbarung inkl. Nebenrechte
- Aufstellung zu laufenden Kosten (Betriebskosten, Instandhaltungen, Rücklagen, ggf. Hausgeld)
- Teilungserklärung, Nachträge und Protokolle der letzten WEG‑Versammlungen (bei Eigentumswohnungen)
- Flurkarte, Baubeschreibung, Pläne mit Kennzeichnung der vom Wohnrecht umfassten Räume
- Energieausweis, Nachweise über Modernisierungen und Wartungen
- Bewertungsunterlagen: Marktwertschätzung, Kapitalwertberechnung, lokale Mietansätze
Mit diesem Paket kann ein Käufer Chancen und Risiken schnell einschätzen. Ich koordiniere außerdem die Abstimmung mit dem Notariat, damit alle Rechte exakt und rechtssicher formuliert sind.
Praxis aus dem Raum Cuxhaven
Kürzlich habe ich ein Einfamilienhaus in Geestland mit befristetem Wohnrecht vermittelt. Wir definierten klare Regeln zu Modernisierungen, angekündigten Besichtigungen und einem optionalen Abfindungsmechanismus. Das Ergebnis: mehr Planbarkeit für den Käufer, Verbleibssicherheit für den Berechtigten und eine deutlich höhere Nachfrage. Die Verhandlung verließ die emotionale Ebene und stützte sich auf nachvollziehbare Zahlen und verlässliche Prozesse – genau das schätzen Interessenten im aktuellen Marktumfeld.
Mein Vorgehen als Immobilienmakler Wichmann
Ich stehe für eine exklusive, diskrete und individuelle Vermittlung. Mein Prozess ist darauf ausgelegt, Unsicherheiten zu reduzieren und Entscheidungen zu erleichtern:
- Analyse: Ich erfasse Mikrolage, Zustand, rechtliche Lage und Zielgruppe.
- Transparenz: Ich dokumentiere das Wohnrecht inhaltlich, rechne den Kapitalwert und setze alle Unterlagen prüffähig auf.
- Vermarktung: Ich präsentiere die Immobilie professionell und zielgruppengerecht – lokal und über mein internationales Netzwerk.
- Verhandlung: Ich moderiere Einigungspunkte (z. B. Zutrittsrechte, Abfindungsoptionen) und halte Vereinbarungen schriftlich fest.
- Abschluss: Ich koordiniere Notarablauf und – wenn gewünscht – die Abstimmung zu steuerlichen Fragen mit dem jeweiligen Berater.
Mein Fokus liegt auf Premium‑Objekten in Cuxhaven und Umgebung. Käufer bekommen Klarheit, Verkäufer Tempo – ohne Abstriche bei Sorgfalt und Diskretion.






